Prag / Praha

Ziel- und Ausgangspunkt unserer Radwanderung, erstreckt sich im Herzen Tschechiens an den beiden Ufern des Flusses Vltava (Moldau).

Prag wurde zum ersten Mal schriftlich im Jahre 965 erwähnt. Der Käufer Ibrahim, Jakobs Sohn, Jude aus Tortosa, schrieb, dass die Stadt Prag „aus Stein und Kalk erbaut ist und was den Handel betrifft, ist sie die größte Stadt“, ihre Geschichte reicht aber bis in die Steinzeit zurück. Die Stadt entwickelte sich vor allem unter der Herrschaft von Přemysliden. Unter dem Přemyslidischen  Fürsten  Bořivoj im 9. Jahrhundert wurde das Fundament der Prager Burg – Sitz der böhmischen Fürsten und Könige und auch der römisch-deutschen Kaiser - gelegt. Unter Karel IV. (1346 – 1378) wurde Prag zur kaiserlichen Residenz. Zu dieser Zeit begegnen sich die Geschichte Prags mit der Geschichte der ältesten deutschen Stadt Trier, das Ziel unserer Radwanderung, Erzbischofssitz, deren Status vom Kaiser Karel IV. im Jahre 1364 bestätigt wurde. Der Bau der Prager Neustadt, der Bau der steinernen, heutigen Karlsbrücke und auch Gründung der Karlsuniversität haben Prag einen Aufschwung gebracht. Unter Rudolf II. an der Wende des 16. und 17. Jahrhunderts wurde Prag für kurze Zeit zum Zentrum des großen Habsburgerreiches und im Jahr 1918 zur Hauptstadt des neuen Staates, der Tschechoslowakei. Heute ist sie die Hauptstadt der Tschechischen Republik, Sitz des Präsidenten und der Staatsbehörden und Staatsinstitutionen.

Prag gehört ohne Zweifel zu den schönsten Städten Europas. Das historische Zentrum mit Prager Burg, der größte Burgkomplex der Welt, steht seit 1992 unter dem UNESCO – Schutz. Zum einzigartigen städtebaulichen Komplex gehören die Prager Burg und Hradschin, die Kleinseite, die Karlsbrücke, die Altstadt mit Josefov (ein erhaltener Teil der ursprünglichen Judenstadt), Neustadt und Vyšehrad. Diese Linie erinnert an den ursprünglichen Königsweg. St.-Veits-Dom, Sitzkirche des Prager Erzbischofs, bildet die Dominante auf der Prager Burg. Zu Beginn leitete Baumeister Matthias von Arras seinen Bau, seit 1356 übernahm Petr Parler die Bauleitung. Die St.-Nikolaus-Kirche auf dem Kleinseiter Ring stellt den Höhepunkt der Barockkunst in Prag dar. Die Nikolauskirche wurde nach den Plänen von Christoph Dientzenhofer, später seinem Sohn Kilian Ignaz Dientzenhofer gebaut.

Die kubistische Architektur in Prag zählt zu der einzigartigen Architektur der Welt – nur in Prag hat sich der Kubismus nicht nur in der Malerei sondern auch in der Architektur entwickelt, z.B. im Werk von Josef Gočár.

            Prag erstreckt sich auf einer Fläche von 500 Quadratmetern und hat mehr als 1,2 Millionen Einwohner. Es ist eine reiche und wirtschaftlich gut entwickelte Region mit hohem Lebensstandard. Sie bietet den Touristen reiche Kulturerlebnisse und auch künstlerische und gastronomische Erlebnisse.

Weitere Info: http://cs.wikipedia.org/wiki/Praha