Würzburg

Copyright Stadt Würzburg
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Die Geschichte der Stadt beginnt mit der keltischen Fliehburg um 1.000 v. Chr. und dem späteren fränkischen Herzogssitz um 650 n. Chr. auf dem heutigen Marienberg. 689 erlitten die irischen Missionare Kilian, Kolonat und Totnan in Würzburg den Märtyrertod. Seit Gründung des Bistums 742 ist Würzburg geistlicher Mittelpunkt der Region. Zu den größten Staatsanlässen, die Würzburg im Mittelalter erlebte, gehörte 1156 die Hochzeit Kaisers Friedrich Barbarossa mit Beatrix von Burgund. 1168 bestätigte er das fränkische Herzogtum der Würzburger Bischöfe. Im Bauernkrieg stellte sich die Stadt 1525 auf die Seite der Bauern, die vergeblich den Marienberg bestürmten. Dies wurde auch Würzburgs berühmtem Bildschnitzer, Ratsherrn und Bürgermeister Tilman Riemenschneider zum Verhängnis, der hier 1531 starb. In der Folgezeit lenkten tatkräftige geistlich-weltliche Herren die Geschicke Würzburgs, darunter Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn, der 1576 das Juliusspital stiftete und 1582 die zweite Würzburger Universität gründete, in deren physikalischem Institut Wilhelm Conrad Röntgen 1895 die X-Strahlen entdeckte. 1631 stand König Gustav Adolf von Schweden mit seinen Truppen vor Würzburg und eroberte die als unbezwingbar geltende Festung Marienberg. Ihre Blütezeit erlebte die Stadt jedoch unter der Herrschaft des kunstsinnigen und baufreudigen Hauses Schönborn. Balthasar Neumann schuf 1720 bis 1744 das "Schloss über allen Schlössern", die Residenz, und der Venezianer Tiepolo über dem freigewölbten Himmel des berühmten Treppenhauses das größte Deckenfresko der Welt. 1814 kam Würzburg zu Bayern. Am 16. März 1945 wurde die Stadt in nur knapp 17 Minuten fast vollständig zerstört. Sie verdankt ihren beispiellosen Wiederaufbau dem Engagement ihrer Bürger.

 

  • Nächstes Ziel: Bamberg, 148km  
  • Zwischenziel: Schweinfurt  jugendherberge@ afz-sw.de, 85km
  • Bamberg 63km
  • Geschichtlicher Bezug: Bauernkrieg